
Niemand meldet sich zu einem Schwertkurs an, um die große Liebe zu finden. Trotzdem ist das schon passiert.
Eine Statistik dazu gibt es nicht. Aber wer lange genug bei uns ist, kennt die Geschichte. Zwei Menschen werden im Training zu Partnern. Sie kämpfen zusammen, sitzen am Feuer und helfen sich beim Zeltaufbau im Regen. Irgendwann kommen sie gemeinsam. Und dann fährt nur noch ein Auto zum Markt.
Ich wundere mich darüber nicht. Überleg mal, was Du im Training von einem Menschen erfährst. Passt er auf Dich auf? Bleibt er ruhig, wenn etwas schiefgeht? Hilft er beim Abbau, oder ist er plötzlich verschwunden? Für solche Antworten braucht man beim Kaffee viele Verabredungen. Im Heerlager reicht ein verregnetes Wochenende.
Das ist übrigens keine Partnerbörse. Niemand muss hier irgendwen finden. Wer einfach nur kämpfen will, kämpft einfach nur.
Aber wenn es passiert, dann sind wir dabei. Wir haben alles schon gemacht:
Segnungen, zum Beispiel auf einer Veranstaltung in Stove.
Verlobungen vor Publikum, in Norderstedt, in Öjendorf, in Hohenwestedt.
Trauungen, nicht amtlich, aber fest gemeint, in Stove und auf dem Mittelalterhof in Cramme.
Und sogar eine Taufe, nicht kirchlich, am Reihersee in Brietlingen.
Wenn wir gemeinsam Abenteuer erleben, in Shows kämpfen, Verlobungen und Hochzeiten feiern, dann geht mir das Herz auf. Das habe ich einmal über mich geschrieben, und das gilt immer noch.
Bleibt noch eine Frage, die mir frischgebackene Eltern bestimmt stellen werden: Ab wann darf das Kind ein Schwert halten?
Ab 14. Auch eine Taufe am Reihersee hilft da nichts.
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